Unser Schulhund Otto
In den Sommerferien 2019 tappste ein kleiner Labradoodle namens Otto das erste Mal durch unser Schulhaus, um seinen zukünftigen „Arbeitsplatz“ als Schulhund kennenzulernen. Als er gut ein Jahr alt war und bereits viele Grundkommandos kannte, begann die zehnmonatige Ausbildung zum Schulhund, die Otto und Herr Venus erfolgreich als Lehrer-Schulhund-Team absolviert haben. Während dieser Zeit wurde Ottos Anwesenheitszeit an der ORI schrittweise gesteigert. Hierzu werden vor dem ersten Besuch des Hundes in einer Skillstunde gemeinsam Regeln erarbeitet. Während seiner Anwesenheit im Klassenzimmer darf sich Otto grundsätzlich frei bewegen. So sucht er beispielsweise die Nähe zu einzelnen Schüler*innen und holt sich seine Streicheleinheit ab. Wenn es ihm zu viel wird, zieht er sich in seine Hundebox zurück, in der er nicht gestört werden darf.
Durch diesen systematischen Einsatz kann die Lehrer-Schüler-Beziehung und die Lernatmosphäre verbessert werden. Der positive Einfluss auf das Sozialverhalten der Schüler*innen und das Klassenklima ist spürbar. Studien zeigen, dass nicht nur das Streicheln eines Tieres, sondern bereits dessen bloße Anwesenheit im Klassenraum eine stressreduzierende Wirkung hat. Ein Schulhund ist ein Lernbegleiter, der jedes Kind so annimmt, wie es ist und vorurteilsfrei Wärme und emotionale Nähe vermittelt. Dies begünstigt ein entspanntes sowie ruhiges Klassenklima und unterstützt somit auch den Lernprozess positiv.
Die Umsetzung in der Schule sieht wie folgt aus:
- Wir nehmen immer und überall Rücksicht auf Personen, die Allergien, Angst oder Abneigungen vor Hunden haben.
- Der Umgang mit dem Hund ist freiwillig. Niemand wird zum Kontakt gezwungen.
- Die Schüler*innen lernen den richtigen Umgang mit Hunden.
- Der Hund ist immer unter Herrn Venus‘ Aufsicht.
- Auf dem Schulgelände wird Otto grundsätzlich an der Leine geführt.
- Es gelten verbindliche Absprachen und Regeln, die unbedingt eingehalten werden müssen.
Nähere Informationen können Sie gerne bei Herrn Venus erfragen.
